Medien 2.0, Verlage, Web 2.0 - Written by Peter Bihr on Mittwoch, 4. Juni, 2008 18:29 - 0 Kommentare

Wohin geht die Fahrt? Drei Tipps zum Start im Web 2.0

Zukunft des Buchs, 3 FingerWie steht es um die Zukunft der Verlage, des Buchs, des Publizierens, wohin geht die Fahrt, und welche Rolle spielen Online und Web 2.0 dabei? Diesen Fragen möchten wir auf hintergrundrauschen.de nachgehen.

Bücher werden sicher nicht aussterben; dennoch werden online erzielte Umsätze immer wichtiger. In der Übergangsphase, die wir derzeit erleben, entstehen die merkwürdigsten - und bemerkenswertesten - Experimente, Hybride, Mashups. Das Spektrum geht dabei von Hardware-zentrierten Ansätzen (wie dem Amazon eBook Kindle oder der Schulbuchdistributionsmaschine für arme Länder, One Laptop Per Child) über alternative Lizenzmodelle (wie Creative Commons) bis hin zu Audiobooks, die nach einigen dürren Jahren inzwischen doch Fahrt aufnehmen.

Dabei werden Verlage immer wieder vor Fragen gestellt, deren Antworten keineswegs einfach zu beantworten sind. Kern dieser Fragen sind oftmals ähnliche Konflikte:

  • Wie schützen wir unsere Inhalte, ohne unsere Kunden zu verprellen? (Kopierschutzmaßnahmen sind von vorneherein nicht nur zum Scheitern verurteilt, sie beschädigen das eigentliche Produkt sogar.)
  • Wie können wir gedruckte Bücher verkaufen, wenn die Informationen auch im Netz abrufbar sind? (Online- und Offline-Distribution schließen sich nicht aus, unterschiedliche Zielgruppen haben unterschiedliche Nutzungs- und Kaufverhalten.)
  • Müssen wir Trend X tatsächlich mitmachen? (Nicht unbedingt. Doch lohnt es sich im Netz allemal, zu experimentieren: Mit vergleichsweise winzigen Investitionen können viele Tests gemacht werden. Der Lerneffekt und Nischenerfolge sind diese Investitionen mehr als Wert.)

Dabei ist das Netz, ob sozial oder mobil, gar nicht so ein furchtbarer Ort - wenn auch auf den ersten Blick Corporate Strukturen und das anarchisch anmutende Netz nicht unbedingt zusammengehen.

3 einfache Regeln
Einige einfache Faustregeln helfen bei der Navigation im Web 2.0: Kontrolle aufgeben! Die Intelligenz der Massen nutzen! Metadaten nutzbar machen!

Eines jedenfalls ist sicher: Das Netz geht ebensowenig weg wie mobile Dienste. Die Nutzer dort draußen sind schon längt im Netz heimisch - Zeit für die Verlage, den Anschluss zu finden. Wie sagte einst das Cluetrain Manifest so schön (These #84):

We know some people from your company. They’re pretty cool online. Do you have any more like that you’re hiding? Can they come out and play?

Sich einige Fehltritte im Netz zu erlauben nehmen die Kunden nicht übel - vorausgesetzt, der Verlag geht offen und mit der nötigen Selbstironie damit um. Sich aber nicht aktiv mit den Netizens auseinander zu setzen wird bestraft. Der Countdown läuft: Ab ins Netz!



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